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Ausblick: Projekte & Events

Aktuelles

70. Todestag Joseph Wirths am 3. Januar 2026

Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Kranzniederlegung am 5.1.2026, V.l.n.r. Heinz Siebold, Alexander Wirth, Ulrich von Kirchbach, Bernd Braun
(Foto: Alexander Wirth)

Anlässlich des 70. Todestages Joseph Wirths luden die Stadt Freiburg und die Joseph-Wirth-Stiftung zu einer Kranzniederlegung auf dem Freiburger Hauptfriedhof am 5. Januar 2026 ein. Am Grab von Joseph Wirth sprachen der Erste Bürgermeister der Stadt Freiburg, Ulrich von Kirchbach, und Prof. Dr. Bernd Braun aus Heidelberg, stellvertretender Vorsitzender der Wirth-Stiftung. Der Saxophonist Mike Schweitzer gestaltete den künstlerischen Rahmen. Unter den Teilnehmern waren auch Alexander Wirth, der Großneffe Joseph Wirths, sowie Christoph Rosset und Angela Rosset, die Enkel des am 26. März 1926 verstorbenen Freiburger Reichskanzlers Constantin Fehrenbach, dessen Grab sich in unmittelbarer Nähe der Grabstätte von Wirth befindet. Fehrenbachs 100. Todestag am 26. März 2026 wird ebenfalls gewürdigt werden.

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Künftige Projekte

Sonntag, 10. Mai 2026, Matinée im Theater Freiburg
Sozial – Gerecht – Demokratisch?
Visionen und Praxistest sozialer und demokratischer Rechte

Matinée im Theater Freiburg
Anita Morasch beim Matinée im Theater Freiburg, April 2025
Foto: Reinhardt Jacoby

Kurzreferate von Prof. Dr. Bernd Braun, Historiker aus Heidelberg und stellvertretender Vorsitzender der Joseph-Wirth-Stiftung, und Ernst Schilling, stellvertretender Landesvorsitzender und Bezirksverbandsvorsitzender des VdK Südbaden stimmen auf das Thema ein. Welche Visionen hatte Joseph Wirth Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts über die Entwicklung eines »sozialen und demokratischen Volksstaats«? Wie sieht die praktische Umsetzung sozialer und demokratischer Rechte heute aus? Welcher Zusammenhang besteht zwischen sozialen und demokratischen Rechten?

Die künstlerische Umrahmung gestalten Juliane Hollerbach, Sängerin, und die Pianistin Olga Tomilov mit Liedern aus den 1920-er Jahren, der Schauspieler Peter Haug-Lamersdorf rezitiert aus historischen und zeitgenössischen Texten.

Kooperationspartner dieser Veranstaltung sind der Sozialverband VdK, Bezirk Südbaden, und das Stadttheater Freiburg.

Sonntag, 10. Mai 2026, 11 Uhr,
Matinée im Theater Freiburg,
Eintritt frei

Sonntag, 9. Mai 2027, Matinée im Theater Freiburg
Eine andere Welt ist möglich!
75 Jahre Völkerkongress für den Frieden (1952) in Wien.

Chor die Untertanen aus Münster
Chor »Die Untertanen« aus Münster
Foto: Die Untertanen

2027 jährt sich zum 75. Mal ein bemerkenswertes Ereignis, das fast in Vergessenheit geraten ist. In der österreichischen Hauptstadt Wien tagte 1952 der Völkerkongress für den Frieden, an dem 1700 Delegierte aus 83 Nationen teilnahmen, viele von ihnen aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Aber auch Delegationen aus beiden deutschen Staaten und verschiedenen europäischen Ländern nahmen teil, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler. Joseph Wirth zählte zu den Hauptrednern des Kongresses.

Nach einer historischen Einführung von Dr. Ulrike Hörster-Philipps, Vorsitzende der Joseph-Wirth-Stiftung, folgt das Highlight: Der aus Münster stammende Chor Die Untertanen präsentiert sein neuestes Programm Ubuntu. Eine andere Welt ist möglich mit internationalen Liedern, jeweils in der Originalsprache vorgetragen. Der Chor arbeitet mit szenischen Darstellungen und ausgefeilten choreografischen Elementen – ein inhaltliches und visuelles Erlebnis.

Sonntag, 9. Mai 2027, 11 Uhr,
Matinée im Theater Freiburg,
Eintritt frei


Rückschau

40 Jahre Joseph-Wirth-Stiftung

Veranstaltung anlässlich der Gründung der Josep-Wirth-Stiftung in Neuss 1985
Veranstaltung anlässlich der Gründung der Josep-Wirth-Stiftung in Neuss 1985
Foto: privat

Am 10. November 1985 wurde die Joseph-Wirth-Stiftung in der Stadthalle Neuss gegründet. Im November 2025 feierte sie ihr vierzigjähriges Jubiläum. Der Gründungszweck der Stiftung, so wie er in der Satzung formuliert ist, lautet, dass die Stiftung für Völkerverständigung, für die Verständigung zwischen Ost und West, für eine Politik der Zusammenarbeit, der Sicherheitspartnerschaft und der Abrüstung wirken möchte. Die Themen, die bei der Gründung aktuell waren, sind in bedrückender Weise immer noch bzw. wieder aktuell. Friedliche Koexistenz an der Schwelle des Jahres 2000 lautete das Thema der Podiumsdiskussion anlässlich der Gründung 1985. Auch in der Zukunft wird sich die Wirth-Stiftung mit den Themen Völkerverständigung, friedliches Zusammenleben der Menschen auf der Basis demokratischer Rechte, Achtung der Menschenrechte und politische Lösung von Konflikten auseinandersetzen und nach Lösungsansätzen suchen.

Exil und Widerstand – Joseph Wirth 1933–1945
lautete der Titel unserer gutbesuchten Matinée am Sonntagvormittag, dem 27 April 2025 im Winterer Foyer des Theaters Freiburg

Titel für Matinee: Exil und Widerstand, Joseph Wirth 1933-1945

Veranstaltungsflyer (pdf)

Die drei historischen Kurzvorträge der Wirth-Biographien Dr. Ulrike Hörster-Philipps zu den Etappen des Lebens von Joseph Wirth bis 1933, 1933–1939 und 1939–1945 wurden umrahmt von eindrucksvollen Musikeinlagen von Juliane Hollerbach (Gesang) und Olga Tomilov (Klavier), die Lieder von Brecht/Eissler, Erich Kästner, Heinz Drach u.a. präsentierten. Anita Morasch trug jiddische Lieder, begleitet von ihrem Akkordeon, vor. Der Schauspieler Peter Haug-Lamersdorf rezitierte Textauszüge aus Aufzeichnungen Wirths und Gedichte über Verfolgung und Widerstand, u.a. von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Mascha Kaleko und Else Lasker-Schüler. Joseph Wirth, einer der Väter der Weimarer Republik, hatte sich aus dem Exil 1933–1939 in ganz Europa für die Aufklärung über das NS-Regime eingesetzt und insbesondere seine Kontakte zum Vatikan genutzt, um vom Papst eine Stellungnahme gegen den Antisemitismus und die Judenverfolgung zu erreichen. 1939–1942 unterhielt Wirth Kontakte zum militärischen Widerstand in Deutschland. Ab 1943 wirkte er mit an Konzepten für einen demokratischen Wideraufbau Deutschlands nach Hitler.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Theater Freiburg und dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg durchgeführt und wurde gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg.

Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Ulrike Hörster-Philipps, Kurzvorträge über Wirth im Exil, Freiburg, 27. April 2025
(Foto: Reinhardt Jacoby)
Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Juliane Hollerbach, Gesang, Freiburg, 27. April 2025
(Foto: Reinhardt Jacoby)
Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Olga Tomilov, Klavier, Freiburg, 27. April 2025
(Foto: Reinhardt Jacoby)
Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Anita Morasch, Gesang und Akkordeon, Freiburg, 27. April 2025
(Foto: Reinhardt Jacoby)
Seifenblasen steigen vor dem Freiburger Theater auf
Peter Haug-Lamersdorf, Rezitation, Freiburg, 27. April 2025
(Foto: Reinhardt Jacoby)

Eröffnung des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg
Mit einer Festveranstaltung im Historischen Kaufhaus wurde das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus am 20. März 2025 eröffnet.

Joseph Wirth im Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg
Joseph Wirth im Dokumentationszentrums Nationalsozialismus
Foto: Reinhardt Jacoby

Es zeigt auf drei Etagen eine Vielfalt von Fotos und Dokumenten über die Weimarer Republik, die NS-Zeit vor allem in Freiburg und in der Region, und die Anfänge des Wiederaufbaus. Der Eintritt ist bis zum März 2026 frei. Genauere Details sind der homepage des Doku-Zentrums zu entnehmen.

Joseph Wirths politische Aktivitäten werden in verschiedenen zeitlichen Etappen gewürdigt: Als Mitglied der Weimarer Nationalversammlung zählte er, ebenso wie Constantin Fehrenbach, zu den Vätern der Weimarer Demokratie. Eine Gedenkmedaille aus seinem Nachlass zeugt davon. Nach dem Mord an Walther Rathenau wurde auch Wirth von der extremen Rechten bedroht; ein Foto mit seinem Schäferhund „Greif“ zeigt ihn in der Eingangshalle. Besonders beeindruckend ist die Präsentation des Reisepasses von Joseph Wirth aus dem Jahr 1933 und eine große digitale Karte Europas, auf der die Stationen des politischen Wirkens von Joseph Wirth nachgezeichnet werden.

JOSEPH WIRTH STIFTUNG